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Ratgeber · Akquise Keine Antwort auf deine Akquise? So schreibst du B2B-Nachrichten, auf die Entscheider reagieren

Du schreibst Unternehmen an, per LinkedIn oder E-Mail. Und dann passiert: nichts. Das liegt selten an deinem Angebot. Meistens liegt es an der Nachricht. Hier zeige ich dir, was ich bei Gründern am häufigsten ändere.

Von Alexandra Deiters · 29. Oktober 2026

Kurz gesagt

B2B-Nachrichten bleiben meist unbeantwortet, weil sie zu lang sind, vom eigenen Produkt erzählen und gleich einen Termin wollen. Besser wirkt eine kurze Nachricht in vier Teilen: ein konkreter Anlass beim Kunden, eine Beobachtung zu seinem Problem, ein Satz zu deiner Lösung und eine kleine Frage. Danach fasst du zweimal nach, nach etwa einer und nach zwei Wochen. Wenn du Hilfe beim Schreiben willst: In meiner kostenlosen Akquise-Sprechstunde schauen wir uns deine Nachricht gemeinsam an.

Die sechs häufigsten Gründe für Funkstille

  • Zu lang. Wenn die Nachricht auf dem Handy scrollt, ist sie zu lang. Fünf bis sieben Sätze reichen.
  • Es geht um dich. „Wir sind ein junges Team und haben eine Lösung entwickelt“ interessiert niemanden. Den Kunden interessiert sein Problem.
  • Kein Anlass. Warum schreibst du genau diesem Unternehmen, genau jetzt? Wenn das nicht drinsteht, wirkt die Nachricht wie Massenware.
  • Falsche Person. Die Geschäftsführung ist nicht immer richtig. Oft hat jemand anderes das Problem im Alltag.
  • Zu große Bitte. „Haben Sie 30 Minuten für eine Demo?“ ist für einen Fremden eine große Bitte. Eine kleine Frage ist leichter zu beantworten.
  • Kein Nachfassen. Viele Antworten kommen erst auf die zweite oder dritte Nachricht. Wer nach einem Versuch aufhört, verschenkt Chancen.

Der Aufbau, der funktioniert: vier Teile

TeilWas rein gehörtBeispiel
1. AnlassEtwas, das gerade beim Kunden passiert.„Sie suchen gerade drei Leute für die Disposition.“
2. BeobachtungWas das für ihn bedeuten könnte.„In der Phase bleibt oft viel Handarbeit liegen, bis alle eingearbeitet sind.“
3. BezugEin Satz zu dir, ohne Werbesprache.„Ich helfe Logistikern, diese Planung zu automatisieren.“
4. Kleine FrageLeicht zu beantworten, auch mit Nein.„Ist das bei Ihnen gerade ein Thema?“

Vorher und nachher

Ein erfundenes, aber typisches Beispiel. So schreiben viele Gründer:

Sehr geehrter Herr Müller, wir sind ein innovatives Start-up aus München und haben eine KI-basierte Plattform entwickelt, die Unternehmen hilft, ihre Prozesse effizienter zu gestalten. Unsere Lösung ist bereits bei mehreren Kunden im Einsatz und spart bis zu 30 % Zeit. Hätten Sie nächste Woche 30 Minuten für eine kurze Demo?

Und so nach unserer Überarbeitung:

Guten Tag Herr Müller, ich habe gesehen, dass Sie gerade drei Stellen in der Disposition ausgeschrieben haben. In solchen Phasen bleibt die Tourenplanung oft an wenigen Leuten hängen. Ich helfe Logistikunternehmen, genau diese Planung zu automatisieren. Ist das bei Ihnen gerade ein Thema?

Die zweite Nachricht ist kürzer. Sie zeigt, dass du dich mit dem Unternehmen beschäftigt hast. Und die Frage am Ende kann Herr Müller in fünf Sekunden beantworten.

Nachfassen, ohne zu nerven

  • Nach etwa einer Woche: Kurz an die erste Nachricht erinnern und einen neuen Gedanken ergänzen. Zum Beispiel ein Beispiel aus einem ähnlichen Unternehmen.
  • Nach etwa zwei Wochen: Freundlich abschließen. „Ich will nicht drängeln. Wenn das Thema später wichtig wird, melden Sie sich gern.“ Gerade diese Nachricht bekommt oft eine Antwort.
  • Danach: Pause. Wenn beim Unternehmen ein neuer Anlass auftaucht, darfst du wieder schreiben.

LinkedIn, E-Mail oder Telefon?

Für Gründer ist LinkedIn oft der einfachste Start. Du siehst, wer im Unternehmen wofür zuständig ist, und kannst persönlich schreiben. Bei kalten Werbe-E-Mails und Anrufen ist in Deutschland auch im B2B Vorsicht geboten. Hier gelten enge Regeln aus dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Lass dich im Zweifel rechtlich beraten, bevor du große Mengen verschickst.

Kurz-Check für deine nächste Nachricht

  • Steht ein konkreter Anlass beim Kunden drin?
  • Kommt das Wort „wir“ öfter vor als „Sie“? Dann umschreiben.
  • Passt die Nachricht ohne Scrollen auf einen Handybildschirm?
  • Kann die Person deine Frage mit einem Satz beantworten?
  • Steht der Termin fürs Nachfassen schon in deinem Kalender?

Du willst, dass jemand mit Erfahrung auf deine Nachricht schaut? Bring sie mit in meine kostenlose Akquise-Sprechstunde. Oder wir überarbeiten deine Texte im Paket Vertriebsklarheit für Gründer.

Häufige Fragen

Warum antwortet niemand auf meine Akquise-Nachrichten?

Meist ist die Nachricht zu lang, erzählt vom eigenen Produkt, nennt keinen Anlass beim Kunden und bittet gleich um einen Termin. Dazu kommt oft fehlendes Nachfassen. Eine kurze Nachricht mit Anlass und kleiner Frage wirkt deutlich besser.

Wie lang sollte eine B2B-Akquise-Nachricht sein?

Fünf bis sieben Sätze. Sie sollte ohne Scrollen auf einen Handybildschirm passen.

Wie oft sollte ich nachfassen?

Zweimal ist ein guter Rhythmus: nach etwa einer Woche mit einem neuen Gedanken und nach etwa zwei Wochen mit einem freundlichen Abschluss. Danach Pause, bis es einen neuen Anlass gibt.

Darf ich Unternehmen einfach per E-Mail anschreiben?

In Deutschland gelten für Werbe-E-Mails und Anrufe auch im B2B enge Regeln aus dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Viele Gründer starten deshalb über LinkedIn. Im Zweifel ist eine rechtliche Beratung sinnvoll.

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Alexandra Deiters

Alexandra Deiters arbeitet seit mehr als 20 Jahren in Business Development, Vertrieb und Geschäftsanbahnung. Für ihre Auftraggeber hat sie unter anderem Türen bei Siemens, Festo, Deutsche Bahn und Telekom geöffnet. Heute hilft sie B2B-Gründern und jungen B2B-Unternehmen ohne eigenes Vertriebsteam, die richtigen Kunden zu gewinnen.

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